Hoch hinaus …

Salü ich bin Anne,

seit Juli 2019 bin ich mit Johannes zusammen und liebe es gemeinsam mit ihm meine sportliche Leidenschaft zu teilen.

Ursprünglich komme ich aus Cottbus in Brandenburg und bin für mein Sonderpädagogikstudium nach Leipzig gezogen, wo ich mittlerweile seit vier Jahren lebe.

Der Sport begleitet mich seit meiner Kindheit. Ganz anders als im Bergsport jetzt bin ich mit dem Schwimmen groß geworden. Durch meine Größe konnte ich allerdings nicht lange im Wettkampfsport bleiben und so bin ich in meiner Freizeit weiter geschwommen. In den Ferien waren meine Eltern und ich oft in den Bergen unterwegs und ich habe als Kind bereits zwei Tage vor der Abreise geweint, weil ich die Berge einfach liebte. Später kam dann die aufregende Zeit des Abiturs und so fing ich an, als Ausgleich auch laufen zu gehen. Meistens für mich oder zusammen mit meiner Mama. Eines Tages kam meinem Vater die Idee einmal nach Nepal zu reisen und dort den Himalaya und die wirklich großen Berge zu sehen. Schnell war mir klar: ,,da muss ich auch mit“ und so wurde die erste Himalaya-Reise geplant und gebucht. Damals war ich 17 Jahre alt und das Ziel war der 5347 Meter hohe Trekking Gipfel Gokyo Ri. Doch die Freude auf die Reise wurde gedämpft, als ich fünf Monate vor der Reise erkrankte und für drei Monate eine Sportpause einlegen musste. Viele aus meinem Umfeld dachten, ich sei komplett verrückt, warum ich ohne Training in diese Höhen gehen möchte. Doch dies motivierte mich noch stärker und so ging es im Oktober 2014 das erste Mal nach Nepal. Ich war sehr weit von meinem zu Hause entfernt, allerdings habe ich mich durch die Gastfreundschaft der Menschen in Nepal und durch die vielen Gespräche und Abende mit anderen Bergsteigern sehr schnell heimisch gefühlt. Dabei wurde schnell der Entschluss gefasst, dass wir unbedingt nochmal nach Nepal müssen. Während unserer Reise waren parallel 6 Bergsteiger unterwegs, welche auf den Island Peak wollten. Davon haben es nur zwei auf den Gipfel geschafft. Mein Vater und ich waren uns also schnell einig: ,,Herausforderung angenommen ! “  So ging es dann drei Jahre später erneut nach Nepal.

Ich wusste diesmal was mich erwartet, allerdings war ich vor der Reise bisher nur einmal am Gletscher, den Groß Venediger unterwegs und fragte mich, ob dies ausreicht auf über 6000 Metern mit Steigeisen und Eispickel umzugehen. So ging es am 28. Oktober 2017 um 1 Uhr in der Nacht vom Island Peak Base Camp los. Die Zweifel waren weg, allerdings war der erste Teil des Weges sehr mühselig. Doch eine Stimme in mir hat gesagt, dass heute kein Tag zum Nachdenken ist, also habe ich meinen Kopf ausgeschaltet und so vergingen die ersten fünf Stunden des Aufstieges wie eine Stunde. Als ich dann mit meinen Steigeisen das Eis berührte war mir klar, dies ist genau das was ich liebe. Das Bergsteigen. Nach dem Gipfelerfolg, folgten in den Alpen weitere Gipfel wie der Hohe Riffler im Verwall, den wir von Kappl besteigen und der über 2000 hm zu überwinden hat. Zudem unsere erste Hochtour ohne Bergführer auf den Piz Buin und eine Tour im Monte Rosa, wo ich 9 Viertausender in 4 Tagen besteigen durfte.

Nun die Frage: ,, Was jetzt ? “ Ich denke es ist nicht nur eine Frage, die sich Bergsteiger nach erfolgreichen Expeditionen stellen, sondern jeder Sportler nach einem Erfolg. Ich wusste bereits nach dem Island Peak, dass ich unbedingt nochmal nach Nepal will, doch die Suche nach einem neuen Ziel war schwer. Entweder die Gipfel sind um einiges leichter als der Island Peak oder eine zu große Herausforderung. Doch eines Tages bin ich auf den Himlung Himal gestoßen. Zunächst hatte ich vor der Höhe von 7126 Metern enormen Respekt, doch dann ist mir wieder eingefallen, dass Herausforderungen auch Spaß machen können. Nun bereite ich mich auf das Abenteuer 7000er vor und freue mich euch in mein Training und dann auch mit nach Nepal mitnehmen zu können.

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